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15.7.2002
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Hundehandel |
15.07.2002
Hundekäufer fördern »gewerblichen
Handel«
Amtsveterinär über den »Bunten Hund« und die
Kunden
Der "Bunte Hund" in Hasloh: Noch immer gehen zahlreiche Faxe und E-Mails
in der MOPO-Redaktion ein, in denen Leser ihre Erfahrungen mit der Hundehandlung
schildern. Häufig ist von kranken Tieren die Rede, die Leser in gutem Glauben
bei Händlerin Angelika Schulze-Stöter in Hasloh (Kreis Pinneberg) gekauft haben.
Auch die ungewisse Herkunft ihrer Welpen beklagen die Käufer. Angelika
Schulze-Stöter streitet den Verdacht auf Hunde-Importe aus Osteuropa jedoch
vehement ab. Sieht das Kreisveterinäramt Pinneberg untätig zu? "Nein", sagt
Kreisveterinärdirektor Dr. Henning Froehner: "Im ,Bunten Hund' werden
Aufzeichnungen zur Herkunft der dort gehandelten Hunde geführt und
amtstierärztlich überprüft.Es ergaben sich keine Verdachtsmomente für unrichtige
Herkunftsangaben."
Der Verkauf von kranken Hunden sei nicht illegal, solange es sich nicht um
chronische Krankheiten handele. Auch der "Import von Hunden stellt keinen
Verstoß gegen dasTierschutzgesetz da". Dennoch findet Froehner deutliche Worte
zum kommerziellen Handel mit Hunden: "Junghunde sollten grundsätzlich direkt
beim Züchter ausgesucht werden. Es obliegt jedem Kaufinteressenten selbst, ob
bei einer für ihn nicht nachvollziehbaren Herkunft der Erwerb solcher Tiere
erwünscht ist. Erst der Kauf solcher Hunde macht den gewerblichen Handel
möglich. Auch bei der Vermarktung von Hunden bestimmt, bedauerlicherweise, die
Nachfrage das Angebot."
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