WERDEN JETZT ALLE HVOs AUF ALLE "GROSSEN" RASSEN AUSGEWEITET????


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    Juni 2001

      BITTE DIESE INFORMATION AN ALLE HUNDEVEREINE WEITERVERTEILEN!

    Hermes-Brief Nr. 12 vom 01.06.2001

    wie Sie in unserem letzten Schreiben lesen konnten, haben die OVG's von Niedersachsen und Schlewig-Holstein in Ihren Urteilen die jeweilige Landeshundeverordnung für teilweise nichtig erklärt. Zunächst war das ein Grund zur Freude. Zu den Reaktionen können Sie nachstehend mehr lesen, hier in aller Kürze: Gegen das OVG-Urteil Schleswig-Holstein gab es keine Revisionsmöglichkeit. Minister Buß hat deswegen Beschwerde eingelegt! Niedersachsens Landwirtschaftsminister Bartels hingegen will keine Revision beim BVG gegen das Urteil vom OVG einlegen.  Vielmehr plant er die LVO auf alle von Größe und Gewicht vergleichbaren Hunde auszuweiten, und will damit der u.a. kritisierten "Ungleich-behandlung" der LVO ein Ende setzen. Auch NRW Ministerin Bärbel Höhn äußerte sich ent-sprechend, dass bei ihrer LHVO kein Grund auf Ungleichbehandlung gegeben gewesen wäre, weshalb auch in NRW nicht geklagt worden sei. Andere Minister wollen nachziehen!

    Kommentar von Werner Klinger:

    Nach zahlreichen internen und nicht offiziellen Gesprächen mit verschiedenen Landes-politikern aus unterschiedlichen Bundesländern und der Sichtung von Verlautbarungen aus dem gesamten Bundesgebiet glaube ich eine neue eindeutige "Marsch-richtung" in der kommenden Innenminister-Länderkonferenz zu erkennen:

    Für Halter aller großen Hunde soll bundesweit das Gleiche gelten! Wesenstest und Sachkunde, Chip und Haftpflichtversicherung! Die bisherige Ungerechtigkeit wird wegen des Prinzipes der Gleichbehandlung einfach auf alle großen Rassen ausgeweitet, und das war's dann. Für Hundehalter, die sich nicht daran halten - oder halten können -, wird es dann allerdings bitter werden, und für deren Hunde und die heute schon überquellenden Tierheime noch bitterer.

    Es bleiben viele Fragen, z.B.: Was ist mit den älteren Leuten mit altem Hund, die die Anforderungen einer Sachkundeprüfung nicht schaffen werden, bzw, bei denen der ältere Hund die "Kunststücke" des Wesenstests nicht mehr schafft? Alle Hunde einziehen und einschläfern?  Was sollen die Tests kosten und wie oft muß man diese machen, alle 2 Jahre?

    Was ist mit dem VDH? Verläßt er sich weiter darauf, dass die SV-Vereine Sonderrechte eingeräumt bekommen, damit der VDH als "Monopol-Wesenstester, Sachkunde-Vermittler und -Prüfer" jährlich Milliarden einfahren kann durch die entsprechenden Lizenzvergaben, oder beginnt er jetzt endlich, nachdem die beiden OVG-Urteile den Politikern keine Wahl mehr lassen, als die Schäferhunde und anderen großrahmigen Rassen mit in die LHVO aufzu-nehmen, oder die LVO's ganz fallenzulassen (was einem dramatischer Gesichtsverlust des jeweiligen Ministers gleichkäme)  mit ernstzunehmenden Kampf gegen die HVO's?

    Wo bleibt die von den regierenden Politikern befürchtete Mobilisierung der Millionen VDH-Mitglieder und Angehörigen gegen diese Unrechtspolitik? Wann begreifen die anderen Vereine, dass alle, auch ihre Hunderassen betroffen sind, entweder von der jeweiligen HVO, oder dem "Bundesgesetz zur Bekämpfung gefährlicher Hunde" mit der darin enthaltenen Einschränkung der Grundgesetzes Art 13, Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung, oder von den auf vielfache Rassen ausgedehnten Bestimmungen des ebenfalls geänderten § 11b (Qualzuchten) des Tierschutzgesetzes?

    Konrad Adenauer, Besitzer von zwei Rottweilern, sagte einmal: "Leg Dich mit den Hundehaltern an, und Du kannst Dein Amt begraben." Und darauf bezogen frage ich heute:
    Wann fangen wir endlich an, uns
    wirklich zu wehren? Brauchen wir wirklich erst Neuwahlen im VDH-Vorstand?

     

    Es wäre schon einmal ein Anfang, massiv am 21.06.2001 um 11.00 Uhr vor dem Düsseldorfer Landtag zu erscheinen, wo die FDP die Abschaffung der NRW-HVO beantragt hat.

    Hier der Flyer