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Juni
2001 |
Einmal im
Jahr sollen Kampfhunde in Niedersachsen einen Wesenstest ablegen. Hunde, die den
Test nicht bestehen, sollen getötet werden. Das kündigte Landwirtschaftsminister
Uwe Bartels (SPD) am Donnerstag in Hannover an. Auf die Hundehalter kommen
damit jährliche Mehrkosten von 500 bis 1000 Mark zu. "Ich neige sehr dazu, die
Tiere der Kategorie 2 auch mit einer Tötungsanordnung zu überziehen", sagte
Bartels der dpa.
Bisher bestand die Tötungsanordnung nur für Hunderassen
der so genannten Kategorie 1, zum Beispiel für Pitbulls und American
Staffordshire Terrier. Für Hunde der Kategorie 2 wie Mastino oder Dobermann
wurde nach nicht bestandenem Wesenstest ein Leinen- und Maulkorbzwang verhängt.
Der Test, in dem Aggressivität des Hundes und Sachkenntnisse des Halters
überprüft werden, musste nur einmal abgelegt werden.
Der Deutsche
Tierschutzbund kritisierte die Ankündigung regelmäßiger Wesenstests. "Wir halten
die Rasseneinteilung nach wie vor für problematisch", sagte Sprecher Thomas
Schröder. "Wenn Herr Bartels glaubt, jährliche Wesenstests verlangen zu müssen,
dass muss er diese Pflicht auf alle Hunde ausweiten."
Wir sind uns
sicher, daß Herr Bartels sich über zahlreiche sachliche Einträge in seinem
Gästebuch freuen
wird.
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