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Dezember
2000
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 Ahnungslos: Ein Hund muss für ein perverses militärisches
Ritual herhalten


 Festgehalten und gefesselt: zuerst sticht der Trainer dem
hilflosen Hund in den Brustkorb


 Horror: die Kadetten stechen alle auf den Hund
ein


 Das blutige Ende: der Trainer bemalt sein Gesicht mit dem
Blut des toten Hundes


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 Widerlich: gezwungen, die Eingeweide zu essen Photos by
Rosa Gomez |
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Die WSPA
Welttierschutzgesellschaft ist einem perversen Ritual beim peruanischen Militär
auf die Spur gekommen. Kadetten im Teenageralter werden gezwungen, einen Hund
abzustechen und anschließend seine Eingeweide zu essen. Der Fall wurde Ende
letzten Jahres vor ein Gericht in Lima gebracht, nachdem Videoaufnahmen von dem
barbarischen Massaker im Fernsehen gezeigt wurden. Doch die verantwortliche
Richterin drohte kürzlich, das Verfahren niederzuschlagen. Die WSPA
Welttierschutzgesellschaft bittet gemeinsam mit ihrer Mitgliedsorganisation
Association Amigos de los Animales (AAA) die Tierfreunde weltweit um Mithilfe,
dieses perverse Ritual in Peru zu stoppen.
Als
Höhepunkt eines strapaziösen Aufnahmerituals in der Ranger's Academy of
Chiclayo, das Militärkadetten dazu qualifizieren soll, diese Armeeschule zu
besuchen, wird ein verängstigter Hund festgehalten und gefesselt, während eine
Reihe von Teenagern - Mädchen und Jungen - nacheinander ein Messer in die Brust
des winselnden Tieres stoßen. Diese furchtbare Grausamkeit geht so lange weiter,
bis der Hund tot ist. Jedes Kind wird dann dazu gezwungen, Teile des
verstümmelten Tieres abzureißen, ihre Gesichter mit Blut zu beschmieren und die
Eingeweide zu essen.
Das
Beweismaterial deutet darauf hin, dass diese Schlachterei als abartiger Test
beim peruanischen Militär üblich und wahrscheinlich symptomatisch für ähnliche
Rituale in anderen Ländern ist. Die Person, die die Videoaufnahmen machte, wurde
Zeuge von mehr als vierzig Fällen innerhalb von vier Monaten, in denen Hunde auf
diese Art und Weise getötet wurden.
Obwohl
der Fall im Augenblick vor Gericht verhandelt wird, teilte die Richterin Silvia
Zulueta mit, dass sie gerade "wichtigere Fälle zu bearbeiten" habe. Aufgrund der
Tatsache, dass keins der zu dieser Tat gezwungenen Kinder bereit ist, vor
Gericht auszusagen, besteht tatsächlich die Gefahr, dass der Fall
niedergeschlagen wird. Nur starker internationaler Druck kann das noch
verhindern.
Ein
neues peruanisches Gesetz, das unnötige Grausamkeit an Tieren unter Strafe
stellt, könnte erstmals angewendet werden. Eine Bestrafung des Ausbilders, der
die angehenden Soldaten, immer wieder zu dem grausamen Ritual zwingt, ist
möglich. Die WSPA hat bereits ein Team nach Peru geschickt, um bei den Kindern
in dieser Region die Achtung vor den Tieren zu fördern. In mehren Schulen werden
Kinder an Kursen teilnehmen, in denen sie lernen, dass Tiere schmerz- und
leidensfähige Mitgeschöpfe sind und beschützt werden müssen.
WSPA
Direktor für Lateinamerika, Gerardo Huertas, erklärt dazu: "Peru ist zwar dazu
gezwungen, eine starke Militärpräsenz zu haben, um Guerillas abzuwehren, aber
das ist keine Entschuldigung dafür, wieder ins Barbarentum zurückzuverfallen.
Diese grausigen Tötungsaktionen werden diesen Kindern höchstens irreparable
psychische Schäden zufügen, sie aber nicht zu besseren Soldaten machen."
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